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Das Kuppelgebäude

Wind- und Wetterschutz

Kurz-Info
Das Kuppelgebäude der Sternwarte Singen ist ein Produkt der Firma Staudenmaier. Die beiden Hauptkomponenten, Grundgebäude und die 3 Meter Kuppel sind aus GFK gefertigt. Das Gesamtgewicht der Anlage beläuft sich auf etwa 6 Tonnen.

Die in weiß gehaltene Außenlackierung vermindert während der warmen Jahreszeit eine übermäßige Erwärmung des Innenraumes. Zwischen der eigentlichen Kuppel, die auf einem Stahlkranz in jede beliebige Himmelsrichtung gedreht werden kann, sowie dem Unterbau, befindet sich in einer als Labyrinth ausgelegten Dichtung ein Luftspalt. Dieser etwa 20 Millimeter breite Luftspalt hat die wichtige Funktion den permanenten Temperaturausgleich zwischen dem Innen- und Außenbereich zu gewährleisten. Durch diese konstruktive Maßnahme nimmt das Instrumentarium aktiv an den täglichen und nächtlichen Temperaturschwankungen teil. Dadurch befinden sich die installierten Teleskope stets auf Außentemperatur.

Somit ist das unerwünschte Beschlagen der Spiegel, Linsen etc. eliminiert. Steht Ihr Fernrohr während der Winterzeit in einem beheizten Zimmer und Sie entschließen sich zu einer spontanen Himmelsbeobachtung in Ihrem Garten, so wird eine längere Zeit verstreichen, bis der notwendige Temperaturausgleich zwischen Instrument und Außenluft stattgefunden hat. Ein Sternwarteninstrument hat immer die richtige „Betriebstemperatur“.

Dem Sternfreund selbst bietet eine Kuppelanlage zwei unschlagbare Vorteile. Zum einen kann nur durch den geöffneten, circa 1 Meter breiten Kuppelspalt, störendes Streulicht einfallen. Die an die Dunkelheit adaptierten Augen der Besucher und Demonstratoren bleiben deshalb von potenziellen Störenfrieden, wie Straßenlaternen und Lichtkegeln von Autoscheinwerfern verschont.

Der weitere gravierende Vorteil einer Kuppel ist der Schutz vor Wind. Beobachtet der Astrofreund in einer kalten, klaren Winternacht auf freiem Feld die Gestirne und es gesellt sich zur knackigen Kälte ein leichtes Windchen, so wird es schlagartig äußerst ungemütlich für den Beobachter. In einer Kuppel kommt man glücklicherweise nicht in diese Lage.

Mit Sicherheit ist Ihnen der Hinweistext unserer Führungs-Seite noch in Erinnerung: Aus beobachtungstechnischen Gründen ist die Sternwarte nicht beheizt, sorgen Sie deshalb während der kalten Jahreszeit für ausreichend warme Bekleidung.

Diese spartanisch anmutende Spar-Maßnahme, hat jedoch einen sehr wichtigen Hintergrund. Stellen Sie sich vor in der Kuppel ist eine Heizung in Betrieb. Was passiert? Die erwärmte Luft zieht durch den geöffneten Kuppelspalt, wie durch einen Kamin nach außen ab. Da wir die Gestirne durch diesen Spalt beobachten, bewirkt der „turbulente Luftstrom“ der ebenfalls vergrößert wird, für wallende und somit unbrauchbare Abbildungen. Deswegen finden Sie in keiner Sternwarte eine Heizung.

Wichtiger Hinweis
Aus beobachtungstechnischen Gründen ist das Kuppelgebäude - nicht beheizt -. Bitte achten Sie deshalb im Winter und an kühleren Tagen auf ausreichend warme Kleidung.

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