Sonnensystem

Kurz-Info
Das Sonnensystem, grandiose Arena der Sonne, Planeten, Kometen, Asteroiden und Monde. Klicken Sie auf die Objekte Sonne, Merkur, Venus, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun und Zwergplanet-Pluto.

Das Sonnensystem Merkur Venus Erde Mars Jupiter Saturn Uranus Neptun Pluto
Entfernung in Mio.km 57,9 108,2 149,6 227,9 778,3 1427 2896 4496 5966
Umlaufzeit in Jahren 0,241 0,615 1 1,881 11,86 29,63 84,66 165,5 251,9
Bahnneigung in Grad 7°00´ 3°23´ . 1°51´ 1°18´ 2°29´ 0°46´ 1°46´ 17°1´
Durchmesser in km 4878 12104 12756 6781 142790 120000 51118 49528 2390
Dichte, Wasser = 1 5,43 5,24 5,52 3,93 1,33 0,70 1,27 1,71 0,7 ?
Rotationsdauer d/h/m 58d15h 243d 23h56 24h37 9h50 10h14 17h18 15h40 6d9h
Äquatorneigung Grad 23°27 23°59 3°04 26°44 98° 29° 50°
Mittlere Temperatur +400°C +470°C +20°C -50°C -150°C -180°C -210°C -220°C -230°C
Entdeckung / Jahr Antike Antike . Antike Antike Antike 1781 1846 1930

Merksatz
Mit dem bekannten Planeten-Akrostichon von Günther Schröder ( 1920 - 2000 ) können Sie sich die Namen der acht Planeten und ihre Reihenfolge leicht einprägen. In unserem Sonnensystem existieren die Planeten: Merkur, Venus, Erde, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun.


Planeten-Akrostichon:
Mein Vater Erklärt Mir Jeden Sonntag Unsere Nachbarplaneten.

Hinweis: Während der 26. Generalversammlung der Internationalen Astronomischen Union im August 2006 in Prag wurde die offizielle Entscheidung getroffen, Pluto den Planetenstatus abzuerkennen.

Sonnensystem im Überblick

Das Sonnensystem ist jenes Planetensystem, in dem sich auch die Erde befindet. In seinem Zentrum liegt die Sonne, ein Stern von mittlerer Größe und Leuchtkraft, um den acht Planeten kreisen: Merkur, Venus, Erde, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun (Pluto ist kein Planet mehr). Darüber hinaus gibt es in unserem Sonnensystem mehrere Dutzend Trabanten oder Monde, die um die Planeten kreisen, sowie andere Himmelskörper, wie Asteroiden und Kometen. Schließlich findet man im Sonnensystem auch den so genannten interplanetaren Staub. [ Lichtlaufzeiten ]

Entstehung des Sonnensystems
Die erste Hypothese über die Entstehung unseres Planetensystems stellte der deutsche Philosoph Immanuel Kant (1724 bis 1804) auf. Er ging davon aus, dass sich die Planeten aus einer Wolke aus Gas und Staub gebildet hätten, die um die Sonne kreiste. 1796 entwickelte der französische Astronom Pierre Simone de Laplace (1749 bis 1827) Kants Theorie weiter, wobei er jedoch annahm, dass die Sonne eine Reihe von gasförmigen Ringen ausstieß, die sich in der Folge zu Planeten verdichteten.

Heute geht man davon aus, dass am Anfang der so genannte solare Nebel war, eine riesige Wolke aus Gas und Staub. Infolge eines äußeren Einflusses, möglicherweise der Explosion einer Supernova, begann die Wolke aufgrund ihrer eigenen Masse in sich zusammenzufallen. In der Folge bildete sich in ihrem Zentrum die Sonne, die eine so hohe Temperatur erreichte, dass in ihrem Inneren Kernfusionsprozesse in Gang gesetzt wurden, die den Stern seither im Gleichgewicht halten. Rund um die Sonne bildeten sich unförmige Körper, deren Größe sich zwischen wenigen Kilometern und einigen hundert Kilometern bewegte. Diese unregelmäßigen Materieballungen nennt man Planetesimale.

Die Planeten
Unseres Sonnensystems lassen sich in zwei Gruppen einteilen, die erdähnlichen oder terrestrischen (Merkur, Venus, Erde und Mars) und die großen oder jupiterähnlichen Planeten (Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun). Einzig Pluto passt in keine dieser beiden Gruppen, da er wahrscheinlich nicht aus dem Solarnebel, sondern dem sonnenfernen Edgeworth-Kuiper-Gürtel entstanden ist.

Die terrestrischen oder erdähnlichen Planeten verdanken diese Bezeichnung der Tatsache, dass sie relativ ähnliche Merkmale wie die Erde aufweisen. Sie sind wahrscheinlich in einer Region des Sonnennebels entstanden, wo aufgrund der Nähe zur Sonne und der damit einhergehenden hohen Temperaturen die Existenz von leichten und flüchtigen Gasen wie Wasserstoff und Helium nicht möglich war. Diese Planeten haben eine feste Oberfläche und mit zunehmender Entfernung zur Sonne eine abnehmende Dichte.

Die großen Planeten werden bisweilen auch jupiterähnliche Planeten genannt, weil sie ähnlich wie Jupiter aufgebaut sind. Sie weisen eine Dichte von nur rund 1 Gramm pro Kubikzentimeter, jene des Saturns ist sogar noch geringer, sodass dieser Planet auf dem Wasser schwimmen würde. Da die großen Planeten in einiger Entfernung zur Sonne entstanden sind, war es ihnen möglich, riesige gasförmige Hüllen zu bilden, die einen relativ kleinen festen Kern umschließen. Sie bestehen hauptsächlich aus Wasserstoff und Helium.

1997: Der legendäre Komet Hale-Bopp am Sternenhimmel. Fotograf: Wolfgang Bodenmüller

Kometen und Asteroiden

Nicht aus allen Planetesimalen sind große Planeten entstanden, manche felsige und metallhaltige Körper wurden zu so genannten Asteroiden oder Planetoiden. Andere wiederum sind uns als Kometen bekannt, deren Kern aus Eis, Gestein und Staub besteht. Man geht heute davon aus, dass die Kometen vor allem in zwei Regionen zu finden sind, im so genannten Edgeworth-Kuiper-Gürtel in der Nähe des Pluto und in der Oortschen Wolke am äußersten Rand unseres Sonnensystems.

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