Pseudo-Eisen-Meteorit?

Kurz-Info
Im August 2007 besuchte mich Herr Guntram Bochsler aus Winterthur / CH und zeigte mir sein vor sieben Jahren entdecktes meteoritenverdächtiges Fundstück. Das Exponat wurde bei Erdaushubarbeiten zufällig entdeckt und durch Herrn Bochsler von den umgebenden Lehmresten vorsichtig gereinigt. Weitere Oberflächenbehandlungen wie z.B. schleifen, trommeln oder sandstrahlen wurden nicht durchgeführt.

Bei der Betrachtung des Fundstücks fällt unwillkürlich die gerundete Formen, ohne jegliche scharfe Kanten, sowie die metallisch glänzende Oberfläche auf. Dieses Erscheinungsbild legt die Vermutung nahe, dass das Teil vor Jahrtausenden eine lange Reise in einem Gletscher oder Fluss zurücklegte und dadurch sein Aussehen erhielt. Ein Magnettest zeigt starken Magnetismus. Insgesamt betrachtet ( Optik und Gewicht ) erscheint das Stück, wie ein feinpoliertes Stück Eisen. Merkwürdigerweise neigt das Exponat kaum zur eher typischen Rostbildung und wurde diesbezüglich noch nie behandelt. Intensive Nachforschungen von Herrn Bochsler, ob in früheren Zeiten in der näheren Umgebung des Fundorts eine Eisengießerei ansässig war, bestätigten sich nicht.

Letztendlich wird erst ein Nickeltest und eine professionell durchgeführte Ätzprobe definitiv darüber Aufschluss geben, ob es sich um einen Boten aus dem Weltall handelt oder ein außergewöhnlich interessantes Fundstück irdischer Herkunft darstellt.

Exponat: Guntram Bochsler Winterthur Schweiz - Bilder: Florian Andrä

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