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Kurz-Info Die Ausmaße eines Impakt / Einschlag durch einen Meteoritentreffer sind auf der Erde sehr unterschiedlich. Die Meteoritenmasse und die Eintrittsgeschwindigkeit des Körpers in die Erdatmosphäre bestimmen den Zerstörungsgrad auf der Erdoberfläche. [ Erdatmosphäre ] Da sich Meteoroide auf ihrer Bahn mit Geschwindigkeiten von bis zu 42 km/s bewegen, unsere Erde hingegen nur mit rund 30 km/s, hängt die effektive Geschwindigkeit, mit der Meteoroide auf die Lufthülle der Erde auftreffen, davon ab, aus welcher Richtung sie sich der Erde nähern. Holt ein Meteoroid die Erde von "hinten" ein, so reduziert sich seine relative Eintrittsgeschwindigkeit auf 12 km/s, gleich 43 200 km/h. Bedeutend effizienter wird das kosmische Geschoss hingegen bei einem Frontalzusammenstoß zwischen Erde und Meteoroid. Die Geschwindigkeiten der beiden Körper addieren sich zu 72 km/s, gleich 259 200 km/h! Trotz dieser imposanten Geschwindigkeiten erzeugen leichtere Meteorite nur unauffällige Mini-Krater, wenn überhaupt. Natürlich spielt die Bodenbeschaffenheit der Einschlagstelle eine wichtige Rolle. Aber selbst der immerhin 1078 Kilogramm schwere Steinmeteorit von Norton County in Nebraska/USA drang nur 3 Meter tief in den weichen Ackerboden ein. Sie sind erstaunt? Das ist verständlich, aber es gibt eine stichhaltige physikalische Erklärung für dieses Phänomen. Bis zu einer bestimmten Meteoroiden-Masse ist das irdische, atmosphärische Schutzschild in der Lage, den kosmischen Eindringling derart abzubremsen, dass dieser am sogenannten Hemmungspunkt schlicht und ergreifend in den freien Fall übergeht. Die einst immens hohen kosmischen Eintrittsgeschwindigkeiten werden durch die enorme Luftreibung völlig vernichtet. Aus diesen Gegebenheiten halten sich die durch leichtere Meteorite verursachten Zerstörungen in relativ engen Grenzen. [ Sikhote Alin Krater ] Aber es gibt einen Haken an der Sache. Diese geschilderten Verhältnisse treffen nur für kleine und leichte Meteoroide zu. Bei besonders mächtigen Meteoroidenkörpern reicht allerdings die Bremswirkung der atmosphärischen Schichten unseres Planeten nicht mehr aus, um dem Großmeteoroiden seine kosmische Geschwindigkeit zu rauben. Dann mutiert der Groß-Meteoroid zum allesvernichtenden "Killer". Mit brutalster Gewalt trifft er die Erde und entfesselt dadurch unvorstellbare Energie. Die direkten Auswirkungen sind bekannt, die ökologischen Folgekatastrophen ebenfalls. Glücklicherweise überwiegen die "harmlosen" Meteoritenfälle mit einem gewaltigem Abstand vor den Riesenimpakten mit überregionalen oder sogar globalen Folgeerscheinungen. Riesen-Meteorit Vor 65 Millionen Jahren wurde der verheerende Treffer eines Riesen-Meteoriten und den damit verbundenen globalen Auswirkungen einer grandiosen und prominenten Spezies zum tödlichen Verhängnis. Es waren die Dinosaurier. [ Krater-Bildung ] [ Steinheimer Becken ] [ Meteor-Crater ] [Tungusische Explosion ] Copyright 2001- Sternwarte Singen e.V. - Alle Rechte vorbehalten. [ Seitenanfang ] [ Home ] |