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1995 - Witthoh-Sternnacht mit 1.000 Besuchern

Südkurier Singen

Von der Welt der fernen Galaxien
Mehr als tausend Sternengucker kamen zu einer Sternennacht auf den Witthoh

In die Welt der Sterne wollten von Freitagabend bei Einbruch der Dunkelheit bis in den frühen Samstagmorgen, bevor, der neue Tag anbrach, weit über 1.000 Menschen, Erwachsene, Jugendliche und vor allem auch Kinder sehen.

Sie waren begeistert von Mondkratern, Saturnringen und Sternbildern, die sie durch die Teleskope der Volkssternwarte Singen auf dem Witthoh vielleicht das erste Mal betrachten konnten. Sternhaufen und Galaxien konnten sie entdecken, einen Einblick in Welten nehmen, die Millionen und sogar Milliarden von. Kilometern von der Erde entfernt sind. Die Volkssternwarte Singen wollte mit diesem "Tag der offenen Nacht", mit dem kostenlosen. Blick in ferne Welten, Besuchern ihr wissenschaftliches Hobby ein wenig näher bringen. Ihre Teleskope, waren auf dem Witthoh bei Emmingen auf verschiedene Objekte am Himmel ausgerichtet Kein Wunder, dass sich hinter jedem von ihnen lange Warte-Schlangen bildeten. Jeder wollte einen Blick in die Welt der Sterne und Galaxien wagen.

Und niemand wurde enttäuscht, denn kein Wölkchen beeinträchtigte die Sicht in den Sternenhimmel. Je mehr sich der zunehmende Mond dem westlichen Horizont näherte, hinter dem er schließ1ich langsam verschwand, und je mehr Sterne am Himmelsfirmament auftauchten, umso mehr Besucher fanden sich auf dem Witthoh ein.

Und sie erfuhren von den Mitgliedern der Volkssternwarte, dass alle Sterne, die man am Himmel durch das Teleskop nur als Punkte erkennen kann.

So wie die Astronauten die Erde als einen blauen Planeten kennen gelernt haben, sahen die Sterngucker auf dem Witthoh dann auch eine Vielfalt von Farben am Sternenhimmel, wenn sie endlich nach langem, geduldigem Warten in der Schlange vor den Teleskopen, standen und erwartungsvoll in den Himmel blickten. Für die meisten war es ein einmaliges Erlebnis.

Bei der kostenlosen Sternenkunde der Hobby-Astronomen geizte man daher in dieser Nacht auch nicht mit der Mark. Aus den Spenden und dem Verkauf von großformatigen Farbfotos einzelner Planeten will die Volkssternwarte die Anschaffung eines noch größeren Teleskops finanzieren.

Der Weg zu den Sternen wird Sternengucken aber nicht nur bei derartigen Anlässen ermöglicht. Jeden Freitag ist die Volkssternwarte in Singen für jeden geöffnet der sich für Astronomie interessiert. Und sollte der Himmel einmal nicht so sternenklar sein, die Sterne sehen die Besucher allemal. Mit verschiedenen Astronomie-Programmen können am Computer viele Himmelsereignisse veranschaulicht werden.

HORST HOLLANDT

Schwarzwälder Bote

Sterngucker auf dem Witthoh, alle Augen richteten sich auf Jupiter.
Jede halbe Minute verschwindet der höchste Gott der Griechen aus dem Blickfeld.

Hunderte von Menschen aller Altersgruppen beobachteten, am Freitag Nacht auf dem Witthoh, was Galilei 1610 mit seinem neu entwickelten Fernrohr sehen konnte: den Jupiter mit seinen vier größten Monden lo, Europa, Ganymed und Kallisto.

Die Volkssternwarte Singen hatte zehn Teleskope, teils vereinseigen, überwiegend aber in Privatbesitz der Hobbyastronomen, auf den Aussichtspunkt mit dem .Sendemast gebracht. Entsprechend dem jahreszeitlichen Stand der Himmelskörper war Jupiter der Planet, dem wie von jeher die größte Aufmerksamkeit galt. Bereits die Griechen und Römer waren überzeugt, er sei etwas Besonderes, und gaben ihm den Namen ihres höchsten Gottes, obwohl sie sich seine Größe und Entfernung nicht vorstellen konnten. Mit seiner Sonnenumlaufzeit, von 11,86 Jahren ändert er seine Position nur langsam und ist damit gut zu beobachten. Zusätzlich dreht sich der Jupiter in neun Stunden einmal um seine Achse.

Dieses große Interesse wird dem Jupiter vor allem deshalb zuteil, weil er der nächstgelegene der äußeren Planeten ist und ein 1323 mal so großes Volumen besitzt wie die Erde. Seine Bahn verläuft im Mittel 630 Millionen Kilometer von der Erde und 778 Millionen Kilometer von der Sonne entfernt.

Manche dieser Sterne existieren längst nicht mehr. Wie an Thomas Mengels Fernrohr, das auf 40fache Vergrößerung eingestellt war, standen auch an den anderen Teleskopen Erwachsene und Kinder in langen Schlangen geduldig an, um staunend einen Blick auf den Planeten zu werfen. Während verschiedene Mitglieder der Volkssternwarte Singen komfortable Geräte besaßen, die der einmal eingestellten Lichtquelle mit Batteriebetrieb automatisch folgen, hieß es beim vereinseigenen Teleskop, das Thomas Mengel betreute, alle halbe Minute: »Er ist aus dem Blickfeld.« Dann justierte der Singener Schreinerlehrling, der seit Ende 1991 dem Verein angehört, geschickt das Fernrohr wieder auf den Himmelskörper.

»Es fasziniert mich, in die Vergangenheit zu sehen«', ist ein Grund, weshalb er sich diesem Hobby widmet. »Manche Sterne existieren gar nicht mehr, obwohl wir sie noch sehen. So was ist doch faszinierend«, schwärmt der sonst sehr zurückhaltende junge Mann. Namens seines Vereins mit dem Vorsitzenden Elmar Nestlen lud er an diesem Abend alle Interessierten in die Volkssternwarte nach Singen ein. Sie biete jeden Freitag, außer an Feiertagen, winters um 20 Uhr und sommers um 21 Uhr, Führungen. Bei klarem Himmel gehöre dazu ein Blick durch das fest installierte Newton-Spiegelteleskop mit 300 facher Vergrößerung.

Foto: Bischof

Schwäbische Zeitung

Kein Wölkchen trübte den Blick auf Mondkrater und Saturnringe.

Emmingen-Liptingen (hho) - Wie auf einem anderen Stern kam man sich am Freitag Abend auf dem Witthoh vor. Hunderte von Autos versperrten die Zufahrt zum Sendemast, alle Parkplätze rund um den Witthoh waren überfüllt, die Menschen wanderten wie Ameisen zu nur einem einzigen Punkt der Freilicht-Sternwarte der Singener Hobby-Astronomen, die dort zehn ihrer Teleskope und Fernrohre aufgestellt hatten.

In die Welt der Sterne wollten von Freitagabend bei Einbruch der Dunkelheit bis in den frühen Samstag morgen bevor die Dunkelheit wich und der neue Tag anbrach, weit über 1000 Menschen, Erwachsene, Jugendliche und vor allem auch Kinder sehen. Sie waren begeistert von Mondkratern und Sternbildern, die sie durch die Teleskope der Volksstern warte Singen auf dem Witthoh vielleicht das erste Mal betrachten konnten. Sternhaufen und Galaxien konnten sie entdecken, einen Einblick in Welten nehmen, die Millionen und Milliarden von Kilometern von der Erde entfernt sind.

Die Volkssternwarte Singen wollte mit diesem „Tag der offenen Nacht“, mit dem kostenlosen Blick in ferne Welten, Besuchern ihr wissenschaftliches Hobby ein wenig näher bringen. Ihre Teleskope waren auf dein Witthoh bei Emmingen auf verschiedene Objekte am Himmel ausgerichtet. Kein Wunder, dass sich hinter jedem von ihnen lange Menschenschlangen bildeten. Jeder wollte einen Blick in die Welt der Sterne und Galaxien wagen. Und niemand wurde enttäuscht, denn kein Wölkchen oder Dunstschwaden beeinträchtigte die Sicht in dieser sternenklaren Nacht in den Sternenhimmel.

Je mehr sich der zunehmende Mond dem westlichen Horizont näherte, hinter dem er schließlich verschwand, und je mehr Sterne am Himmelsfirmament auftauchten, desto mehr Besucher fanden sich auf dem Witthoh ein.

Und sie erfuhren von den Mitgliedern der Volkssternwarte, dass alle Sterne außer der Sonne, die man am Himmel durch das Teleskop betrachtet nur als nadelscharfe Punkte erkennen kann. So wie die Astronauten die Erde als einen blauen Planeten kennen gelernt haben, sahen die Sternengucker auf dem Witthoh dann auch eine Vielfalt von Farben am Sternenhimmel, wenn sie endlich, nach langem, geduldigem Warten in der Schlange vor den Teleskopen standen und erwartungsvoll gen Himmel blickten.

Bei der kostenlosen Sternenkunde der Hobby-Astronomen geizte man daher in dieser Nacht auch nicht mit der Mark. Aus den Spenden und dem Verkauf von großformatigen Farbfotos einzelner Planeten will die Volkssternwarte die Anschaffung eines noch stärkeren Teleskops finanzieren. Mit dem 11-Zoll Schmidt-Cassegrain-Teleskop der Herstellerfirma Celestron will die Volkssternwarte in noch fernere Himmelswelten vordringen. Und vielleicht wird es den Spendern dann einmal wieder ermöglicht, in einer wiederum sternenklaren Nacht noch fernere Himmelsobjekte deutlicher kennen zulernen.

Der Weg zu den Sternen wird Sternenguckern aber nicht nur bei derartigen Anlässen ermöglicht. Jeden Freitag ist die Volkssternwarte in Singen für jeden geöffnet, der sich für Astronomie interessiert. Und sollte der Himmel einmal nicht so sternenklar sein, die Sterne sehen die Besucher allemal. Mit verschiedenen Astronomie-Programmen können am Computer viele Himmelsereignisse veranschaulicht werden. Es kann der Sternenhimmel zwischen 4000 vor Christi und 10000 nach Christi an jedem Ort der Welt dargestellt werden.

HORST HOLLANDT

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