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Der Mond - Ebbe / Flut

Die Entstehung der Gezeiten

Die Gezeitenkräfte werden durch die Gravitation zwischen Erde-Mond sowie zwischen Erde-Sonne verursacht.

Der Westerhever Leuchtturm / Nordsee - August 2007 - Fotograf Maik Baumann

Flut an der Küste der Nordsee - August 2007 - Fotograf Maik Baumann

Ebbe an der Küste der Nordsee - August 2007 - Fotograf Maik Baumann

Flut an der Küste der Nordsee - August 2007 - Fotograf Maik Baumann

Ebbe an der Küste der Nordsee - August 2007 - Fotograf Maik Baumann

Kurz-Info
Das periodische Heben und Absinken des Meeresspiegels, ein Phänomen, das gemeinhin als Gezeiten bekannt ist, wird durch die Anziehungskraft verursacht, die der Mond auf die Erde ausübt. In geringerem Maße trägt auch die Anziehungskraft der Sonne zu den Gezeiten bei. Dieses Phänomen der Gezeiten, wie es zwischen Mond und Erde auftritt, ist kein Sonderfall, sondern ist im Gegenteil sehr oft zwischen zwei relativ nahen Himmelskörpern zu beobachten.

Die Erklärung liegt darin, dass die Gravitationskraft mit der Entfernung abnimmt; genauer gesagt, ist sie umgekehrt proportional zum Quadrat der Entfernung. Dementsprechend übt der Mond auf den mondnahen Bereich der Erde die größte Gravitationskraft aus, während diese Kraft auf der entgegengesetzten Seite am geringsten ist. Dies bedeutet, dass die mondabgewandte Seite der Erde am wenigsten von unserem Satelliten angezogen wird und das Wasser hier aufgrund der Fliehkraft verhältnismäßig hoch steht.

Im Ablauf von 24 Stunden haben wir somit zweimal Ebbe und zweimal Flut. Da die Flut stets auf der Linie Mond Erde liegt, kann man sagen, dass sie dem Mond auf seinem Umlauf folgt. Dies hat zur Folge, dass die Gezeiten jeden Tag etwa 50 Minuten später auftreten als am Vortag. Somit kann man sagen, dass das Intervall von einer Flut zur nächsten (bzw. von einer Ebbe zur nächsten) im Schnitt 12 Stunden und 25 Minuten beträgt.

Umgekehrt bewirkt auch die Anziehungskraft des Mondes eine Verlangsamung der Rotationsbewegung unseres Planeten. Dementsprechend nimmt die Dauer des Tages in 100.000 Jahren um circa 1 Sekunde zu. Dieser Energieverlust der Erde führt zu einer Vergrößerung der Distanz Erde-Mond in der Größenordnung von einigen Zentimetern pro Jahr. Die Verlangsamung der Erdrotation und die Entfernung des Mondes von der Erde wird so weit gehen, dass die Erde schließlich dem Mond ebenfalls immer dieselbe Seite zuwendet und ein Erdentag genauso lang dauert wie ein Mondmonat.

Hinweis
Auf der Website des Bundesamtes für Seeschifffahrt u. Hydrographie werden Gezeiten-Tabellen veröffentlicht.

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