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Auf den ersten Blick ist das Bild nicht einzuordnen und veranlasst den Betrachter zu der Frage: Was ist denn das für ein merkwürdiges Gebilde am Horizont ? Es ist die Sonne, wenige Augenblicke nach ihrem Aufgang, am 01. Februar 2006. An diesem Morgen herrschte eine ausgeprägte Inversionswetterlage, bei der durch Überlagerung von kalten durch warme Luftschichten, ein Austausch der Luft-massen verhindert wurde. Während der Sonnenball die Grenzschichten durcheilt wird er oft bis zur totalen Unkenntlichkeit verzerrt ( Refraktion ). |
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Die Bildmontage dokumentiert den Untergang der Sonne am Abend des 13. Oktober 2005. Durch die Einwirkung der atmosphärischen Refraktion ( Strahlen-brechung ) wird die Sonnenscheibe innerhalb einer Minute mehrfach extrem verzerrt und bietet dem Beobachter ein ungewöhnlichliches Naturschauspiel. Hier sehen Sie die Auswirkungen am Mond. [ Voll-Mond ] [ Mond-Sichel ] Kurz-Info Durcheilen Lichtstrahlen die dichteren Schichten unserer Erdatmosphäre erfahren diese eine Strahlenbrechung ( Refraktion ), die zu einer scheinbaren Hebung der Gestirne führt. Am Horizont beträgt sie bei einem Luftdruck von 760mm und +10°C immerhin 35´24´´. Das bedeutet, dass die Sonnenscheibe, die etwa ein halbes Grad Durchmesser besitzt, gerade aufgegangen erscheint, obwohl sie tatsächlich noch unter dem Horizont steht. Mit der Refraktion ist am Horizont eine meist ovale Verzerrung der Sonnen- und Mondscheibe verbunden, die erst wieder verschwindet, wenn der Himmelskörper höher über den Horizont wandert. Der Betrag der Strahlenbrechung nimmt bei steigendem Luftdruck und sinkender Temperatur zu und umgekehrt. Nur in dem Fall, dass ein Gestirn genau im Zenit steht, verschwindet das Phänomen. Für erdgebunde astronomische Positionsbestimmungen ist die Strahlenbrechung zu berücksichtigen. [ Erd-Atmosphäre ] Daten: 13. Oktober 2005 - Canon Digitalkamera EOS 300D - Fotograf: Harald Wochner www.nachtwunder.de Copyright 2001 - Sternwarte Singen e.V. - Alle Rechte vorbehalten. [ Seitenanfang ] [ Home ] |