Nebensonnen mit 22° Halo

Kurz-Info
Diese Aufnahme zeigt eine sehr ausgeprägte Nebensonnenerscheinung am leicht bewölkten Tageshimmel über der Stadt Singen am Hohentwiel. Hervorgerufen wird dieses atmosphärische Phänomen durch dünne Wolken von Eiskristallen. Jeder dieser Eiskristalle stellt ein natürliches hexagonales Prisma dar. Das weiße Licht der Sonne tritt in den Kristall ein, wird an der Rückseite teilweise reflektiert und tritt an der Vorderseite wieder aus. Beim Ein- und Austritt wird das Licht in einem genau definierten Winkel gebrochen. [ Großaufnahme ]

Am Himmel werden durch die Lichtbrechung zwei helle Punkte mit nach außen gerichteten Schweifen sichtbar, die Sonne selbst steht in der Mitte. Die sehr intensive Rot-Färbung zeigt immer zur Sonne, der länglich ausgeprägte weiße Schweif, stets von der Sonne weg.

Zirkumzenitalbogen
Ein Zirkumzenitalbogen entsteht genauso wie die Nebensonnen an den horizontal schwebenden Eisplättchen, in denen das eintretende Sonnenlicht gebrochen wird. Der Zirkumzenitalbogen ist ein farbiges Bogenstück um den Zenit, von dem jedoch nur der zur Sonne gerichtete Anteil zu beobachten ist. Die Länge des Bogenstück beträgt in den überwiegenden Fällen etwa 90°. Erst wenn die Sonne eine Höhe unter 32° über dem Horizont erreicht hat, kann ein Zirkumzenitalbogen entstehen. [ Zirkumzenitalbogen 2 ]

Aufnahme-Daten: Nebensonnen und Zirkumzenitalbogen - 15. April 2006 - 08:17 MESZ - Kamera: Konica Minolta Dimage Z6 - Objektiv: 35mm plus Weitwinkel-Vorsatzlinse x 0,5 - Belichtungszeit: 1/1000s - Empfindlichkeit: 50 ASA - Standort: Stadtkern Singen am Hohentwiel - Fotograf: Elmar Nestlen

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